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1Aug/102

Politisches Versagen und keine Konsequenzen

So oder so ähnlich stellt sich das zumindest der Oberbürgermeister von Duisburg Adolf Sauerland vor. Nach den tragischen Geschehnissen auf der Love Parade in Duisburg, bei der letzte Woche Samstag 21 Menschen getötet und 510 verletzt wurden sind, will nun keiner die Konsequenzen tragen. Der weile ist die Schuldfrage eigentlich ganz einfach, es gehören ja immer zwei dazu.

Der Veranstalter zieht zumindest die Konsequenz, dass es nie eine geben wird. Mehr Eingeständnisse werden allerdings nicht gemacht. Viel schlimmer ist jedoch, das der Oberbürger von Duisburg, welche die Parade genehmigt hat, keine Konsequenzen ziehen möchte und einfach nicht zurücktreten möchte. Was für die Angehörigen ein Schlag ins Gesicht ist, selbst unser Bundespräsident Christian Wulff legt ihn den Rücktritt nahe.

Nun, warum “klebt” Sauerland denn so an seinen Stuhl? Die Frage ist ganz einfach beantwortet, auch wenn die Antwort wohl noch ein viel härterer Schlag ins Gesicht der Angehörigen ist.

Es handelt sich einfach nur finanzielle Interessen. Würde er zurücktreten, müsste er auf seinen Pensionsansprüche als Oberstudienrat verzichten und auf seine Pensionsansprüche des Oberbürgermeisteramtes. Allerdings würde er in der gesetzlichen Rentenversicherung trotzdem noch nachversichert. Trotzdem wäre es herber finanzieller Verlust. Hier zeigt sich die mieseste Fratze des Kapitalismus, das ein Menschenleben anscheinend weniger Wert ist, als Pensionsansprüche und Rentenvergütung. Denn was anderes wird hier gerade nicht abgespielt, in diesem Leinenschauspiel.

Nun will die Linke dafür sorgen, das er zumindest abgewählt wird. Damit hätte er zumindest noch alle Ansprüche. Ich will damit auch nicht die alleinige Schuld auf dem Oberbürgermeister schieben, trotzdem ist doch eine erhebliche Mitschuld dabei. Schließlich ist er für jede Entscheidung seiner Stadtverwaltung verantwortlich.

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Kommentare (2) Trackbacks (1)
  1. jaa natürlich, der OB ist an allem schuld…
    An seiner Stelle würde ich auch nicht zurücktreten, vorallem weil die Schuldfrage noch nicht eindeutig geklärt ist.

  2. Japp ist er, seine Stadtverwaltung hat eine Veranstaltung genehmigt, die man nicht hätte genehmigen dürfen. Somit steht zumindest die Mitschuld fest, daraus muss man seine Konsequenzen ziehen. Wenn man das nicht macht, tritt man den Hinterbliebenen richtig schön im Hintern.


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